BePrax-PTBS(-II) - Behandlungspraxis Posttraumatischer Belastungsstörungen
Wir danken allen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die sich die Zeit genommen haben, um an der Online-Befragung des Projektes BePrax-PTBS(-II) teilzunehmen, herzlich für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung!
Projekttitel: BePrax-PTBS(-II) – Behandlungspraxis Posttraumatischer Belastungsstörungen im ambulanten Setting in Deutschland II
Forschungsbereich: Psychologische / Psychiatrische Versorgungsforschung
Projektbeteiligte:
- Dipl.-Psych. Angelika Haase (Universität Rostock) - Projektleitung, Promotionsprojekt
- Sen.Prof. Dr. Christoph Perleth (Universität Rostock)
Ansprechpartnerin: Dipl.-Psych. Angelika Haase - Kontakt: angelika.haaseuni-rostockde
Herzlich willkommen bei BePrax-PTBS(-II)!
Wir freuen uns, Sie hier begrüßen zu dürfen und danken Ihnen für Ihr Interesse, an unserem Forschungsprojekt zur ambulanten Behandlungspraxis (komplexer) Posttraumatischer Belastungsstörungen.
Hintergrund und Ziel
Dieses Forschungsprojekt an der Universität Rostock stellt die ambulante Behandlung von Patientinnen und Patienten mit der Diagnose PTBS bzw. komplexer PTBS in den Fokus. Ziel ist es, Erfahrungen, Vorgehensweisen und Einschätzungen von Expertinnen und Experten aus der Praxis zu erfassen, um die Versorgung dieser Patientengruppe differenziert, realitätsnah und wissenschaftlich fundiert abzubilden. Auf dieser Basis sollen Grundlagen für Weiterentwicklungen geschaffen werden, die sowohl Patientinnen und Patienten als auch Therapeutinnen und Therapeuten zugutekommen.
Zielgruppe der Studie
Die Studie richtet sich an ambulant tätige Psychologische oder Ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Deutschland - unabhängig vom Umfang der therapeutischen Erfahrung in der Arbeit mit Patientinnen und Patienten mit den Störungsbildern PTBS bzw. (k)PTBS, da jede einzelne Perspektive einen wertvollen Teil der Versorgungsrealität abbildet.
Teilnahme
Der Teilnahmezeitraum endete am 15.02.2026, wodurch eine aktive Teilnahme an dem Projekt BePrax-PTBS(-II) nun nicht mehr möglich ist. Wir bedanken uns herzlich bei jeder Psychotherapeutin und jedem Psychotherapeuten, die bzw. der sich die Zeit genommen hat, um an der Online-Befragung des Projektes teilzunehmen, für diese Unterstützung. Aufgrund der knappen zeitlichen Ressourcen in der ambulanten Versorgung ist dies keine Selbstverständlichkeit und Ihr Engagement daher umso wertvoller, denn mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung und Weiterentwicklung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit (komplexer) PTBS!
Ethik
Die Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock hat das Vorhaben geprüft und keine Bedenken geäußert.
Ausblick
Einen kurzen Einblick in die ersten Ergebnisse des Projektes BePrax-PTBS(-II) werden wir Ihnen in Kürze hier zur Verfügung stellen. Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Forschungsgebiet!
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Haase und Sen.Prof. Dr. Christoph Perleth
Projektbeschreibung:
Hintergrund und Vorlauf: Ausgangspunkt war zu Beginn des Projektes (2009) der damalige Stand der Psychotherapieforschung zur Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit der Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), woraus die weitreichende Empfehlung zur Nutzung evidenzbasierter Therapieverfahren (z. B. von Expositionsverfahren und kognitiven Behandlungsansätzen) in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen - vertreten auch durch nationale und internationale Leitlinien - hervorging. Ergebnisse aus dem Bereich der psychologisch-psychiatrischen Versorgungsforschung bezüglich der tatsächlichen Anwendung dieser Empfehlungen in der alltäglichen ambulanten Behandlungspraxis lagen bis dahin nur in geringem Umfang vor, deuteten aber auf eine begrenzte Umsetzung dieser Empfehlungen in der Praxis hin. Zahlreiche Erklärungsansätze hinsichtlich möglicherer Implementationsbarrieren wurden damals bereits vorgeschlagen. Über die ambulante Behandlungspraxis von PTBS-Patientinnen und -Patienten in Deutschland gab es zuvor keine differenzierten Erkenntnisse.
Vor diesem Hintergrund wurde der erste Projektabschnitt von BePrax-PTBS von 2009 bis 2013 am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU-Dresden im Rahmen einer Erhebungsphase in den Bundesländern Sachsen und Hessen realisiert. Die Ergebnisse dieses ersten Projektabschnitts, an dem sich über 500 Psychologische und Ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten beteiligten, deuteten darauf hin, dass evidenzbasierte Interventionen in der ambulanten Behandlung von Patientinnen und Patienten mit der Diagnose PTBS in Deutschland durchaus häufig eingesetzt wurden. Bei tiefergehender Betrachtung zeichneten sich jedoch Unterschiede in Abhängigkeit der Charakteristika der Traumatisierung der ambulant behandelten PTBS-Patientinnen und -Patienten ab - sowohl in Hinblick auf die konkrete Behandlungsgestaltung als auch die professionellen Einschätzungen von Einflussfaktoren auf die Wahl einzelner evidenzbasierter Interventionen.
Ziel und Umsetzung des aktuellen Forschungsvorhabens BePrax-PTBS(-II): In den vergangenen rund 20 Jahren wurden kritische Diskussionen und intensive Forschungsaktivitäten in den Bereichen Diagnostik und Behandlung von PTBS und auch verstärkt von komplexer PTBS fortgeführt. Diese haben Weiterentwicklungen und Neuerungen in diesen höchst praxisrelevanten Themenfeld maßgeblich geprägt. Darüber hinaus fallen in denselben Zeitraum auch Veränderungen der Patientenklientel sowie neue Herausforderungen in der praktischen, ambulanten psychotherapeutischen und psychiatrischen Tätigkeit, beispielsweise pandemiebedingte Anpassungserfordernisse.
Es folgt daher nun ein weiterer Projektabschnitt zur Erfassung möglicher Veränderungen der Behandlungspraxis von Patientinnen und Patienten mit der Diagnose PTBS bzw. kPTBS im ambulanten Setting in Deutschland. Ziel dieses zweiten Projektabschnitts (2023-2026), welcher nun von der Universität Rostock aus durchgeführt wird, ist es, die derzeitige Umsetzung psychotherapeutischer und psychiatrischer Versorgung von Patientinnen und Patienten mit der Diagnose einer (k)PTBS im ambulanten Setting in Deutschland und deren Veränderung im zeitlichen Verlauf umfassend abzubilden. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei erneut auf der Erfassung der individuellen therapeutischen Heran- und Vorgehensweisen, den gewählten Interventionen und professionellen Einschätzungen zur Behandlungsgestaltung der therapeutischen Begleitung dieser bedeutsamen und heterogenen Behandlungsklientel im ambulanten Setting. Die Einladung zur freiwilligen und anonymen Teilnahme an unserem Projekt (Bearbeitung eines Online-Fragebogens) richtet sich an alle niedergelassenen und ambulant in Anstellung tätigen Psychologischen und Ärztlichen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Deutschland – v. a. in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.
Die über unsere Online-Befragung erfassten praxisnahen Erfahrungsberichte sollen die gegenwärtige Versorgungssituation in diesem Bereich abbilden, noch bestehende Barrieren für den Einsatz evidenzbasierter Interventionen aufzeigen und Hinweise auf aktuelle Herausforderungen sowie Weiterentwicklungsbedarfe in der ambulanten Traumabehandlung liefern.



