Hochbegabungsforschung

Einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt des Instituts stellt die Hochbegabungsforschung dar. Neben Publikationstätigkeit zu verschiedenen Themen werden folgende Projekte verfolgt: Fortführung der Münchner Hochbegabungsstudie (Perleth). Diese Studie wurde 1985 in München unter der Leitung von Prof. Dr. Kurt Heller begonnen, die letzten Erhebungen wurden in den Jahren 1996 und 1997 durchgeführt. Nach der Emeritierung von Prof. Heller hat dessen ehemaliger Mitarbeiter Prof. Perleth die Fortführung der Studie übernommen. Die zweite Auflage des Projektberichtes, der um die Follow-up-Erhebungen (1996, 1997) ergänzt wurde, erschien im Jahr 2001. Das Münchner Hochbegabungsdiagnostikum erscheint voraussichtlich noch im Herbst diesen Jahres. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Erforschung der Lernmotivation und ihre Bedeutung für die Entwicklung von Begabungen und Hochbegabungen insbesondere im Schulalter dar (Prof. Dr. Joswig, Dr. Rinck). Ausgangspunkt ist die bekannte Problematik, daß es sehr begabte Kinder gibt, die jedoch ihre Fähigkeiten nicht einsetzen und daher zu erwartungswidrig niedrigen Schulleistungen gelangen. Ziel ist auch die Umsetzung der Befunde zur Diagnostik und Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher. Seit September steht Eltern, Jugendlichen und Lehrkräften im Rahmen des "Odysseus-Projekts" eine begabungspsychologische Beratungsstelle für Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Dieses Vorhaben wird gefördert durch die Karg-Stifung (u.a. 1 Personalstelle) und findet auch Unterstützung durch das Ministerium in Schwerin. Näheres findet man unter www.odysseus-projekt.de. Enge Beziehungen bestehen im Rahmen der Hochbegabungsforschung zu Einrichtungen der Universitäten Nijmwegen, München, Hannover u.a. Besonders enge Beziehungen bestehen zum Österreichischen Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung, in dessen wissenschaftlichem Beirat Prof. Perleth mitarbeitet. Daneben haben wir die Geschäftsstelle des Arbeitskreis Bildung und Begabung (ABB; Geschäftsführer: Prof. Dr. Drewelow) in unsere Räume aufgenommen.